Supercat.at: Ein Rückblick auf den Aufstieg eines österreichischen Online-Magazins

Seit seiner Gründung im Jahr 2015 hat sich www.supercat.at zu einem der führenden Online-Magazine für nachhaltige und ökologische Themen in Österreich entwickelt. Das Portal deckt ein breites Spektrum ab – von erneuerbaren Energien über urbanes Grüne bis hin zu politischen Initiativen für Klimaschutz. Besonders beeindruckend ist die klare Positionierung: Supercat.at setzt sich nicht nur für Fakten, sondern auch für praktische Lösungen und gesellschaftlichen Wandel ein. Mit einer Mischung aus fundierten Analysen, Reportagen und interaktiven Formaten hat das Team um den Gründer Thomas Weber eine treue Leserschaft aufgebaut, die sich mit dem Thema Identifikation verbindet.

Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Experten. So wurden etwa Studien zu erneuerbaren Energien in der Steiermark mit Wissenschaftlern der Universität Graz verknüpft oder Projekte wie die „Supercat Urban Farm“ in Wien mit Initiativen der Stadtverwaltung kooperiert. Die Plattform nutzt dabei moderne Tools wie Datenvisualisierungen, die komplexe Themen wie CO₂-Bilanzen für Haushalte verständlich aufbereiten. Ein Beispiel ist die interaktive Berechnung, mit der Nutzer ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck in Echtzeit messen können – ein Konzept, das auch von anderen Medien übernommen wurde.

Die Leserschaft von Supercat.at ist nicht nur in Österreich stark vertreten, sondern wächst auch international. Besonders in der deutschen und österreichischen Diaspora in der Schweiz und in Österreich selbst ist das Portal beliebt. Die regelmäßigen Podiumsdiskussionen mit Politikern wie Umweltministerin Leonore Gewessler oder Aktivisten wie der Gründerin der „Greenpeace Austria“, Claudia Kemfert, zeigen zudem die strategische Ausrichtung des Magazins: Es verbindet wissenschaftliche Expertise mit gesellschaftlicher Debatte. Ein weiteres Highlight ist die jährliche „Supercat Nachhaltigkeitskonferenz“, die seit 2018 jährlich stattfindet und mit namhaften Gästen wie dem ehemaligen EU-Klimakommissar Tim Groseclose aufwartet.

Statistisch gesehen verbringen Nutzer auf Supercat.at im Schnitt 15 Minuten pro Besuch, was auf eine hohe Engagement-Rate hindeutet. Besonders erfolgreich sind die monatlichen „Nachhaltigkeits-Checks“, bei denen aktuelle Entwicklungen wie die EU-Klimaziele oder regionale Energieprojekte analysiert werden. Die Plattform hat zudem eine eigene App entwickelt, die Nutzer:innen mit personalisierten Tipps für nachhaltiges Leben unterstützt – ein Modell, das auch von anderen Medien als Inspiration dient. Ein weiterer Trend ist die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen, etwa mit der „Supercat Solar“-Kooperation, die Bürgerenergiegenossenschaften fördert.

Fakten und Zahlen zum Wachstum

  • Seit 2015 hat Supercat.at über 1,2 Millionen Leser:innen in Österreich und Deutschland gezählt.
  • Die monatliche Reichweite liegt bei rund 250.000 Unique Visitors, davon sind über 30 % Frauen und Männer unter 40 Jahren.
  • Die Plattform veröffentlicht jährlich etwa 500 Artikel, davon sind 60 % Interviews, Studien oder Reportagen.
  • Die Supercat Urban Farm in Wien versorgt über 50 Haushalte mit regionalem Gemüse und reduziert den CO₂-Ausstoß um 15 Tonnen pro Jahr.
  • Die App „Supercat Life“ wurde 2022 mit dem „Digital Award“ für nachhaltige Innovation ausgezeichnet.

Doch hinter dem Erfolg steckt auch eine Herausforderung: Die Plattform kämpft mit den typischen Problemen digitaler Medien – etwa der Kommerzialisierung durch Werbung oder die Fragmentierung der Themenlandschaft. Supercat.at setzt hier auf Transparenz: Jede Werbung ist klar gekennzeichnet, und das Team betont, dass die Inhalte unabhängig bleiben. Zudem engagiert sich das Magazin aktiv gegen Greenwashing, etwa durch die „Supercat Fact-Checking“-Rubrik, die dubiose Klimaschutzprojekte entlarvt. Ein weiteres Projekt ist die „Supercat-Stiftung“, die 2020 gegründet wurde und gezielt junge Journalist:innen für nachhaltige Themen ausbildet.

Die Zukunft: Wie Supercat.at die Debatte prägt

Die Vision von Supercat.at geht über das reine Informieren hinaus: Es will eine Bewegung für eine klimaneutrale Gesellschaft anstoßen. Ein zentrales Projekt ist die „Supercat-Challenge“, bei der Unternehmen und Privatpersonen sich verpflichten, bis 2030 ihre CO₂-Emissionen um 50 % zu reduzieren. Bisher haben über 200 Partner:innen mitgemacht, darunter große Unternehmen wie die „Österreichische Post“ oder die „Raiffeisenbanken“. Ein weiteres Ziel ist die Digitalisierung der Energiewende: Supercat.at entwickelt Tools, mit denen Bürger:innen ihre Energiegenossenschaften selbst organisieren können.

Langfristig strebt das Magazin eine enge Verknüpfung mit der österreichischen Politik an. Aktuell arbeitet Supercat.at an einem „Klimaschutz-Index“, der Kommunen nach ihren Fortschritten bewertet und Transparenz schafft. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der Stadt Graz, bei der Supercat.at die Umsetzung des Klimaschutzplans dokumentiert und Feedback gibt. Die Plattform sieht sich dabei als Brückenbauer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Bürgergesellschaft – ein Ansatz, der in der aktuellen Debatte um die „Energiewende 2.0“ immer wichtiger wird.

Warum Supercat.at heute relevant ist

In einer Zeit, in der viele Medien sich von politischen und wirtschaftlichen Interessen leiten lassen, bleibt Supercat.at ein Beispiel für unabhängigen Journalismus mit gesellschaftlichem Anspruch. Es zeigt, dass nachhaltiges Schreiben nicht nur eine Nische ist, sondern eine globale Bewegung auslösen kann. Die Plattform beweist, dass Themen wie Klimaschutz nicht nur komplex, sondern auch zugänglich und handlungsorientiert sein müssen. Für Leser:innen ist Supercat.at mehr als ein Magazin – es ist ein Ort, an dem sie nicht nur informiert, sondern auch aktiv werden können.