Gransino.jetzt: Wie eine kleine, aber digitale Plattform die lokale Wirtschaft stärkt

Die Website webseite ist mehr als nur ein Online-Bezirksportal – sie ist ein Modell für die moderne, zielgerichtete Unterstützung lokaler Unternehmen in der Region. Seit ihrer Gründung 2019 hat sich das Projekt zu einem zentralen Anlaufpunkt für Handwerker, Gastronomiebetriebe und kleine Gewerbetreibende entwickelt, die in der digitalen Transformation oft hinterherhinken. Besonders beeindruckend ist, wie die Plattform nicht nur als Informationsquelle, sondern auch als aktivierender Faktor wirkt: Sie verbindet lokale Bedürfnisse mit konkreten Lösungen – von Steuerberatung bis zu Marketing-Checks. Doch was genau macht diese Website so besonders, und wie trägt sie zur Stärkung der regionalen Wirtschaft bei?

Ein zentraler Vorteil von Gransino.jetzt liegt in seiner Fokussierung auf die spezifischen Herausforderungen kleiner Unternehmen. Während große Online-Portale oft überfordern oder zu generisch sind, bietet die Plattform maßgeschneiderte Services. So gibt es etwa einen speziellen Bereich für Handwerker, der nicht nur allgemeine Tipps zur Digitalisierung bietet, sondern auch konkrete Tools wie kostenlose Online-Präsenz-Checks. Ein Beispiel hierfür ist der „Digitalisierungs-Cockpit“, eine interaktive Anwendung, die Unternehmen durch die wichtigsten Schritte führt – von der Erstellung einer Google-Business-Seite bis zur Nutzung von Social Media. Besonders wirksam ist die Plattform auch bei der Vernetzung: Durch ein eigenes Netzwerk von lokalen Partnern – von Steuerberatern bis zu IT-Dienstleistern – werden Unternehmen direkt mit den richtigen Ansprechpartnern verbunden.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Seit dem Start der Website im Jahr 2019 haben sich über 1.200 lokale Unternehmen angemeldet, von denen rund 80 Prozent nach der ersten Beratung konkrete Maßnahmen umsetzen. Ein besonders erfolgreicher Bereich ist die Unterstützung bei der Online-Präsenz: Allein im Jahr 2023 wurden über 500 Unternehmen dabei begleitet, eine eigene Website oder eine professionelle Google-Business-Seite zu erstellen. Das hat nicht nur die Sichtbarkeit der Betriebe gesteigert, sondern auch die Umsätze um durchschnittlich 15–20 Prozent in den ersten sechs Monaten nach der Umsetzung. Ein weiteres Highlight ist der „Gransino-Preis“, der seit 2021 jährlich für besonders innovative lokale Unternehmen verliehen wird. Der Preis wird von einer Jury aus regionalen Experten vergeben und dient gleichzeitig als Anreiz für Unternehmen, sich mit neuen Ideen zu beschäftigen.

Doch die Plattform geht noch einen Schritt weiter: Sie nutzt Daten, um gezielt gezielt Handlungsbedarf zu identifizieren. So analysiert Gransino.jetzt regelmäßig die Digitalisierungsstandards der lokalen Wirtschaft und stellt diese in einem jährlichen Bericht dar. 2022 zeigte der Bericht etwa, dass nur rund 30 Prozent der Handwerksbetriebe in der Region eine eigene Website besaßen – ein Wert, der sich seitdem deutlich verbessert hat. Die Plattform nutzt diese Erkenntnisse, um gezielt Kampagnen zu starten, etwa die „Webseiten-Offensive“, bei der sie Unternehmen mit kostenlosen Hosting-Angeboten unterstützt. Ein konkretes Beispiel ist der Fall des Bäckerei „Goldener Löwe“ in der Region, dessen Umsatz durch die neue Website innerhalb eines Jahres um 35 Prozent stieg.

Ein weiterer Aspekt, der Gransino.jetzt auszeichnet, ist seine Transparenz und die klare Trennung zwischen kostenlosen Beratungen und bezahlten Services. Während viele Online-Angebote oft mit versteckten Kosten oder unklarem Nutzen wirken, bietet die Plattform eine klare Kostenaufstellung: Die Grundberatung ist kostenlos, während gezielte Schulungen oder individuelle Lösungen gegen Gebühr angeboten werden. Das schafft Vertrauen und vermeidet das Gefühl, in eine „Pay-to-play“-Struktur abzugleiten. Zudem setzt die Website auf eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, etwa mit der IHK oder der Handwerkskammer, um die Beratungen noch relevanter zu gestalten.

Die Plattform zeigt damit, dass digitale Transformation nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der richtigen Strategie ist. Während viele Unternehmen heute mit der Frage kämpfen, wo sie anfangen sollen, bietet Gransino.jetzt eine klare Roadmap – von der ersten Online-Präsenz bis hin zur Nutzung von KI-Tools. Ein besonders innovatives Projekt ist das „Gransino-Labor“, in dem Unternehmen in kleinen Gruppen an konkreten Problemen arbeiten können, etwa der Optimierung ihrer Online-Shops oder der Nutzung von Video-Marketing. Die Ergebnisse werden dann gemeinsam analysiert und umgesetzt. Das schafft nicht nur mehr Motivation, sondern auch eine Community, die sich gegenseitig unterstützt.

Für die Zukunft sieht die Plattform mehrere Schwerpunkte: Die Ausweitung der KI-gestützten Beratung, die Einführung neuer Services für den Einzelhandel und eine stärkere Integration von Nachhaltigkeitsaspekten. Besonders spannend ist dabei die Idee, die Plattform noch enger mit lokalen Initiativen zu verknüpfen, etwa mit Foodsharing-Projekten oder Kreislaufwirtschaftsmodellen. So könnte Gransino.jetzt nicht nur Unternehmen helfen, sondern auch eine echte Gemeinschaft für die Region schaffen.

  • Über 1.200 lokale Unternehmen haben sich seit 2019 auf der Plattform registriert.
  • Durch gezielte Online-Präsenz-Checks stieg die Anzahl der Unternehmen mit eigener Website von 30 % (2022) auf über 60 % (2023).
  • Die „Digitalisierungs-Cockpits“ werden von 80 % der Beratungsteilnehmer:innen in konkrete Maßnahmen umgesetzt.
  • Der „Gransino-Preis“ wird seit 2021 jährlich vergeben und fördert innovative lokale Projekte.
  • Durch die Kampagnen wie die „Webseiten-Offensive“ stieg der Umsatz von 35 ausgewählten Unternehmen im ersten Jahr nach der Website-Erstellung um durchschnittlich 20 %.
  • Die Plattform bietet seit 2023 kostenlose KI-gestützte Beratung für Handwerker und Gastronomie an.