{"id":128421,"date":"2025-10-04T01:28:59","date_gmt":"2025-10-04T01:28:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.manxin.cc\/?p=128421"},"modified":"2026-10-03T23:29:01","modified_gmt":"2026-10-03T23:29:01","slug":"wildsinos-die-heimischen-wildtiere-die-uns-im-kanton-st-gallen-naherbringen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.manxin.cc\/?p=128421","title":{"rendered":"Wildsinos \u2013 Die heimischen Wildtiere, die uns im Kanton St. Gallen n\u00e4herbringen"},"content":{"rendered":"<p>Der Kanton St. Gallen ist ein Paradies f\u00fcr Wildtiere \u2013 von den sanften H\u00fcgeln bis zu den bewaldeten T\u00e4lern und feuchten Mooren. Doch wie viele Arten leben hier wirklich, und welche Rolle spielen sie im \u00d6kosystem? Die Initiative <a href=\"https:\/\/www.wildsino-ch.ch\/\">https:\/\/www.wildsino-ch.ch\/<\/a> hat sich zum Ziel gesetzt, die Vielfalt der heimischen Fauna sichtbar zu machen und das Bewusstsein f\u00fcr Schutz und Artenschutz zu st\u00e4rken. Mit einer Mischung aus Wissenschaft, Bildungsarbeit und Citizen Science wird ein Netzwerk aus lokalen Experten, Natursch\u00fctzern und Laien geschaffen, das Wildtiere nicht nur dokumentiert, sondern auch verst\u00e4ndlich erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Ein zentraler Ansatz von Wildsinos ist die systematische Erfassung von Wildtierarten. Im Kanton St. Gallen wurden bisher \u00fcber 100 verschiedene S\u00e4ugetiere, V\u00f6gel, Reptilien und Amphibien dokumentiert \u2013 darunter seltene Arten wie der Steinadler oder der Europ\u00e4ische Luchs. Besonders beeindruckend ist die Datenbasis, die durch die Zusammenarbeit mit Amateurbeobachtern entsteht. Pro Jahr werden dabei etwa 20.000 Meldeungen von Wildtieren verarbeitet, was zeigt, wie eng die Bev\u00f6lkerung mit der Tierwelt verbunden ist.<\/p>\n<p>Die Rolle der Wildtiere im \u00d6kosystem ist vielf\u00e4ltig und oft untersch\u00e4tzt. Der Luchs, etwa, ist ein Schl\u00fcsselart f\u00fcr die Stabilit\u00e4t der Nahrungskette: Durch seine Jagd reguliert er die Populationen von Hasen und Rehen, was wiederum die Vegetation schont. Doch nicht alle Arten profitieren gleich. In den letzten Jahrzehnten sind einige Vogelarten wie der Neunt\u00f6ter oder der Schwarzspecht durch den Verlust von Lebensr\u00e4umen stark zur\u00fcckgegangen. Wildsinos setzt hier auf gezielte Schutzma\u00dfnahmen, etwa durch die Schaffung von Brutk\u00e4sten oder die Renaturierung von Gew\u00e4ssern.<\/p>\n<p>Ein besonderes Projekt der Initiative ist die \u201eWildsinos-Karte\u201c, ein interaktives Tool, das die Verbreitung und den Status verschiedener Arten visualisiert. Besonders n\u00fctzlich ist es f\u00fcr Schulen und Vereine, die damit den Unterricht \u00fcber Biodiversit\u00e4t anreichern k\u00f6nnen. Die Karte zeigt auch, wo besonders dringender Handlungsbedarf besteht \u2013 etwa in den \u201eWildsinos-Hotspots\u201c, wo durch die Kombination aus Landwirtschaft und Naturschutz besonders viele Arten bedroht sind. Ein Beispiel hierf\u00fcr ist das Mooswaldgebiet bei Altstetten, wo durch die Wiedervern\u00e4ssung von Feuchtgebieten bereits neue Brutpl\u00e4tze f\u00fcr Amphibien entstanden sind.<\/p>\n<p>Doch Wildsinos geht \u00fcber die reine Dokumentation hinaus. Die Initiative f\u00f6rdert auch praktische Projekte, wie die \u201eWildtiere im Garten\u201c-Kampagne, die Hausbesitzer dazu motiviert, ihre G\u00e4rten als R\u00fcckzugsgebiete f\u00fcr Wildtiere umzugestalten. Ein Erfolg hier ist die Gr\u00fcndung des \u201eWildsinos-Gartens\u201c, eines Pilotprojekts in der Stadt St. Gallen, wo seit 2022 \u00fcber 50 Haushalte mit speziellen Anleitungen unterst\u00fctzt werden, um Insektenhotels, Wildblumenwiesen und Wasserstellen anzulegen. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Steigerung der Artenvielfalt in diesen Gebieten \u2013 etwa verdoppelte sich die Zahl der Wildbienen in den ersten zwei Jahren.<\/p>\n<p>Ein weiterer Fokus liegt auf der Aufkl\u00e4rung \u00fcber die Bedrohungen, denen Wildtiere ausgesetzt sind. Stra\u00dfenverkehr, Lichtverschmutzung und die Ausdehnung der Landwirtschaft sind einige der Hauptrisiken. Wildsinos arbeitet daher mit den Kantonsbeh\u00f6rden zusammen, um gezielt Verkehrshindernisse zu installieren und beleuchtete Wege zu reduzieren. Besonders effektiv ist das Projekt \u201eLicht f\u00fcr die Tiere\u201c, das in den letzten Jahren \u00fcber 200 Stra\u00dfenlaternen umger\u00fcstet hat, um die n\u00e4chtliche Aktivit\u00e4t von Flederm\u00e4usen und Flederm\u00e4usen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<ul>\n<li>Im Kanton St. Gallen wurden \u00fcber 100 Wildtierarten dokumentiert, darunter der Steinadler und der Europ\u00e4ische Luchs.<\/li>\n<li>J\u00e4hrlich werden etwa 20.000 Meldeungen von Wildtieren verarbeitet.<\/li>\n<li>Durch Renaturierung von Feuchtgebieten entstanden neue Brutpl\u00e4tze f\u00fcr Amphibien \u2013 ein Erfolg in Mooswaldgebieten.<\/li>\n<li>In Pilotprojekten wie dem \u201eWildsinos-Garten\u201c stieg die Artenvielfalt in G\u00e4rten um bis zu 100%.<\/li>\n<li>\u00dcber 200 Stra\u00dfenlaternen wurden umger\u00fcstet, um Flederm\u00e4use und andere nachtaktive Tiere zu sch\u00fctzen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kanton St. Gallen ist ein Paradies f\u00fcr Wildtiere \u2013 von den sanften H\u00fcgeln bis zu den bewaldeten T\u00e4lern und feuchten Mooren. 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